Art. 6 Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen

Doppelbesteuerungsabkommen Deutschland – Schweiz

(1) Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen können in dem Vertragstaat besteuert werden, in dem dieses Vermögen liegt.

(2) Der Ausdruck „unbewegliches Vermögen“ bestimmt sich nach dem Recht des Vertragstaates, in dem das Vermögen liegt. Der Ausdruck umfaßt in jedem Fall das Zubehör zum unbeweglichen Vermögen, das lebende und tote Inventar land- und forstwirtschaftlicher Betriebe, die Rechte, auf die die Vorschriften des Privatrechts über Grundstücke Anwendung finden, die Nutzungsrechte an unbeweglichem Vermögen sowie die Rechte auf veränderliche oder feste Vergütungen für die Ausbeutung oder das Recht auf Ausbeutung von Mineralvorkommen, Quellen und anderen Bodenschätzen; Schiffe und Luftfahrzeuge gelten nicht als unbewegliches Vermögen.

(3) Absatz 1 gilt für die Einkünfte aus der unmittelbaren Nutzung, der Vermietung oder Verpachtung sowie jeder anderen Art der Nutzung unbeweglichen Vermögens.

(4) Die Absätze 1 und 3 gelten auch für Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen eines Unternehmens und für Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen, das der Ausübung eines freien Berufes dient.


Verwaltungsanweisungen

Verständigungsvereinbarung v. 29. 3./19. 5. 76, BMF v. 11. 6. 1976, IV C 6 – S 1301 – Schweiz – 57/76, BStBl. I 1976, 370; BMF v. 25. 7. 1983 betr. Besteuerung von beweglichem und unbeweglichem Vermögen, an dem ein Nießbrauch bestellt ist, IV C 6 – S 1301 Schz – 34/83; ESTV, Kreisschreiben Nr. 4 v. 3. 2. 1993, ESTV, Kreisschreiben v. 1. 6. 1976, (Steuerwert schweizerischer Liegenschaften); Erl. FM NRW v. 10. 8. 95, S 1301 – Schweiz 42 – V C 1 (ESTV, Kreisschreiben des Ausschusses vom 16. 12. 1994 Bewertung schweizerischen Grundbesitzes)


Deutsches Recht

§ 23 EinkommensteuergesetzEStG: Private Veräußerungsgeschäfte

Schweizer Recht

Art. 12 Abs. 1 Steuerharmonisierungsgesetz – StHG: Grundstückgewinnsteuer:

Der Grundstückgewinnsteuer unterliegen Gewinne, die sich bei Veräusserung eines Grundstückes des Privatvermögens oder eines land- oder forstwirtschaftlichen Grundstückes sowie von Anteilen daran ergeben, soweit der Erlös die Anlagekosten (Erwerbspreis oder Ersatzwert zuzüglich Aufwendungen) übersteigt.