Vermögensverwaltung in der Schweiz

Die Schweiz hat eine lange Tradition in der Vermögensverwaltung

Die Vermögensverwaltung hat in der Schweiz eine lange Tradition und zeichnet sich durch ein ausserordentliches Fachwissen, ein gutes Informations- und Kommunikationsnetz sowie eine breite Palette an Dienstleistungen aus. Die Geschichte der Schweizer Vermögensverwaltung ist primär durch das Private Banking-Geschäft geprägt.

Die Schweiz ist nach wie Nr. 1 in der Vermögensverwaltung

Die Schweiz ist weiterhin der erste Platz für Vermögensverwaltung weltweit. Daran haben auch die Ereignisse der letzten Jahre nichts geändert, die aus deutscher Sicht insbesondere von Steuer-CD an ausländische Finanzbehörden und schliesslich der von den Banken selbst initierten Weissgeldstrategie geprägt waren. Der Schweizer Bankensektor ist mit 275 Banken stark diversifiziert. Die Banken in der Schweiz verwalteten Ende 2015 CHF 6’567,6 Mrd. Gegenüber dem Vorjahr nahm das inländische Kundenvermögen um CHF 74,3 Mrd. (+2,3%) zu, während das ausländische Kundenvermögen um CHF 162,5 Mrd. (-4,8%) abnahm. Dies entspricht insgesamt einer Reduktion des in der Schweiz verwalteten Vermögens um CHF 88,2 Mrd. (-1,3%). Der Anteil an ausländischen verwalteten Vermögen liegt bei knapp 50 %. Zu den verwalteten Vermögen werden die folgenden Positionen gezählt: Wertschriftenbestände in Kundendepots, Treuhandanlagen, Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform sowie Verpflichtungen gegenüber Kunden auf Zeit. Die Schweiz konnte ihren Marktanteil an der grenzüberschreitenden Vermögensverwaltung zum Vorjahr halten. 2014 wurden in der Schweiz rund USD 2,4 Bio. an grenzüberschreitenden Vermögen verwaltet, was einem Marktanteil von 25,0 Prozent entspricht. Der grösste Teil des verwalteten Vermögens (40,0%) stammt dabei aus Westeuropa. Trotz des Steuerstreits mit Europa und den USA sowie den verschärften regulatorischen Bedingungen blieb die Schweiz damit Weltmarktführerin.

Im Jahr 2010 verwalteten die führenden europäischen Finanzplätze (Schweiz, UK, Kanalinseln, Dublin und Luxemburg) noch 59,0 % der global grenzüberschreitenden Vermögen. 2012 lag der Anteil bei 56,6 % und ist im Jahr 2014 auf 55,0 Prozent gesunken. Einerseits werden die Vermögen vermehrt in den aufstrebenden asiatischen Finanzplätzen wie Singapur und Hongkong angelegt. Andererseits befindet sich die grenzüberschreitende Vermögensverwaltungsbranche in der Schweiz sowie in anderen Regionen Europas trotz grosser Investitionsbedürfnisse vermögender Kunden und damit einhergehenden Geschäftsmöglichkeiten vor allem aufgrund fundamentaler Veränderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen unter Druck. Gelder werden wieder vermehrt in der Heimat angelegt, nicht zuletzt weil sich die steuerliche Transparenz auf internationalen Druck hin erhöht hat. Nach der Regularisierung der Altvermögen und der Einführung des AIA hat sich jedoch die Nachfrage nach Dienstleistungen der grenzüberschreitenden Vermögensverwaltung stabilisiert.

Rund acht mal mehr Vermögensverwalter als Banken in der Schweiz

Die Vermögensverwaltungsbranche in der Schweiz ist vielfältig und beruht auf verschiedenen Geschäftsmodellen. Dabei stehen einige wenige globale Finanzdienstleister einer grossen Anzahl von Nischenanbietern gegenüber. Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) ging in einer Analyse im Jahr 2014 von 2’300 UVV in der Schweiz aus, wobei hier nur Unternehmen berücksichtigt sind, die sowohl einer SRO als auch einer Branchenorganisation der Vermögensverwalter (BOVV) angeschlossen und somit an bestimmte Qualitätsstandards gebunden sind. Dies entspricht etwa dem Achtfachen der Anzahl Banken in der Schweiz. Die Schweizer Finanzmarktaufsicht (FINMA) bezifferte die Zahl der Marktteilnehmenden mit 3’488 (inkl. Anlageberater). Darin dürften jedoch auch Unternehmen eingeschlossen sein, deren primäre Geschäfts tätigkeit nicht die Vermögensverwaltung ist.

Als deutscher Steuerfachanwalt in Hamburg und Zürich und als Spezialisten für Internationales, Deutsches und Schweizer Steuerrecht beraten wir Sie bei Ihren Investments in der Schweiz, gleich ob bei Neuengagements oder dabei, steuerlich bisher nicht erfasste Alt-Investments zukunftssicher anzulegen.

(Zahlen Quelle: Swissbanking, Bankenbarometer 2015 und 2016)

Geldanlagen

Unter dem Schutz des Bankgeheimnisses hat die Schweiz als renommierter Bankplatz mit den weltgrössten Vermögensverwaltern Jahrzehnte lang Schwarzgeld einen sicheren Hafen geboten. 2013 verwalteten die Geldhäuser des Landes noch rund 200 Milliarden Franken an nicht deklarierten Vermögen von Ausländern. Noch fünf Jahre zuvor, bevor Doch 2008 die Behörden in den USA und später in europäischen Ländern einen Feldzug gegen Steuerhinterzieher und die Banken in der Schweiz begonnen hatten, waren es 800 Milliarden Franken.

Diese Zeiten gehören aber der Vergangenheit an. Das Bankgeheimnis ist für Kunden aus dem europäischen Ausland weitgehend passé. Indem die Schweiz einen weitreichenden und ab 2017 automatischen Informationsaustausch mit den EU-Staaten vereinbart hat, sind dort unterhaltene Bankkonten für die Finanzbehörden in den EU-Staaten transparent. Dennoch bietet der Bankplatz Schweiz weiterhin starke Argumente, dort sein Geld anzulegen.

Die Argumente für eine Geldanlage in der Schweiz sind die traditionelle Sicherheit des Bankplatzes Schweiz. Darüber hinaus haben die Schweizer Vermögensverwalter eine grosse Expertise und handeln oftmals mit einem internationaleren Fokus als deutsche Banken, was der Risikostreuung zu Gute kommt.

Zinsbesteuerung / Automatischer Informationsaustausch in Steuersachen (AIA-Abkommen)

Seit 2018 tauschen die Schweiz und die EU-Staaten Kontodaten untereinander im Rahmen des automatischen Informationaustausches für Steuersachen (AIA) aus

2004 haben die Schweiz und die Europäische Union (EU) im Rahmen der Bilateralen II das Zinsbesteuerungsabkommen zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden Steuerhinterziehung abgeschlossen. Das seit 2005 geltende grenzüberschreitende Zinsbesteuerungsabkommen zwischen der Schweiz und der EU wird durch den Automatischen Informationsaustausch (AIA) von Finanzkontodaten gemäss Common Reporting Standard (CRS) der OECD, zu welchem sich die Schweiz im Mai 2015 bekannt hat, formell totalrevidiert und faktisch ab 2017/18 abgelöst. Das am 27.05.2015 unterzeichnete Abkommen über den automatischen Informationsaustausch (AIA) in Steuersachen zwischen der Schweiz und der EU setzt den globalen AIA-Standard der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) um und soll das Zinsbesteuerungsabkommen ersetzen. In diesem Rahmen beabsichtigen die Schweiz und die 28 EU-Mitgliedstaaten, ab 2017 Kontodaten zu erheben und diese ab 2018 auszutauschen. . Mit der Umsetzung des AIA wird die EU-Zinsbesteuerungsrichtlinie angepasst, wobei der neue globale Standard nicht nur Zinserträge, sondern alle Arten von Kapitalerträgen sowie Trusts und Stiftungen erfasst. Die bestehende Quellensteuerbefreiung von grenzüberschreitenden Zahlungen von Dividenden, Zinsen und Lizenzgebühren zwischen verbundenen Unternehmen bleibt bestehen, was im Interesse des Schweizer Wirtschaftsstandortes ist.

Hintergrund

Am 25.11.2015 hat der Bundesrat die Botschaft zum AIA-Abkommen in Steuersachen zwischen der Schweiz und der EU zuhanden der eidgenössischen Räte verabschiedet. Das Abkommen soll für alle 28 EU-Mitgliedstaaten gelten und inhaltlich das bestehende Zinsbesteuerungsabkommen ersetzen: Formell handelt es sich um ein Änderungsprotokoll zum Zinsbesteuerungsabkommen. Das Abkommen ist noch nicht ratifiziert. Das AIA-Abkommen wird ergänzt durch eine gemeinsame Erklärung der Vertragsparteien. Darin wird festgehalten, dass ein Inkrafttreten des Abkommens am 01.01.2017 angestrebt wird, sofern die Genehmigungsverfahren in der Schweiz und in der EU rechtzeitig abgeschlossen werden. Dies entspricht der Erklärung des Bundesrats vom Herbst 2014, wonach die schweizerische Regierung beabsichtige, den AIA 2017 mit einem ersten Datenaustausch im Jahr 2018 einzuführen. Das parlamentarische Genehmigungsverfahren in der Schweiz ist abgeschlossen, nachdem der Ständerat das Abkommen im März und der Nationalrat im Mai 2016 gutgeheissen hatten. Das Abkommen untersteht dem fakultativen Referendum.

Am 14.05.2013 hat der Rat der EU-Finanzminister (Ecofin) die EU-Kommission ermächtigt, Verhandlungen zur Anpassung der Zinsbesteuerungsabkommen mit der Schweiz und weiteren Drittstaaten (Andorra, Liechtenstein, Monaco, San Marino) aufzunehmen. Nach Konsultation der zuständigen parlamentarischen Kommissionen sowie der Kantone hat der Bundesrat am 18.12.2013 ebenfalls ein Verhandlungsmandat für die Revision des Zinsbesteuerungsabkommens verabschiedet. Mit der Revision sollten Schlupflöcher gestopft werden, damit die Zinsbesteuerung nicht via zwischengeschaltete Gesellschaften oder bestimmte Finanzinstrumente umgangen werden kann. Die Verhandlungen zu dieser technischen Anpassung des Zinsbesteuerungsabkommens wurden Mitte Januar 2014 aufgenommen. Vor dem Hintergrund der internationalen Entwicklungen, insbesondere der Verabschiedung eines globalen AIA-Standards durch die OECD, hat der Bundesrat am 08.10.2014 ein Mandat für Verhandlungen über den AIA mit Partnerstaaten – darunter die EU – verabschiedet. Damit wurden die Verhandlungen über die Revision des Zinsbesteuerungsabkommens neu orientiert. Am 27.05.2015 schliesslich haben die Schweiz und die EU das AIA-Abkommen unterzeichnet.

Inhalt

Mit dem Zinsbesteuerungsabkommen erheben die Schweizer Zahlstellen (u. a. Banken) einen anonymen Steuerrückbehalt von 35% auf die in der Schweiz anfallenden Zinserträge von EU-Steuerpflichtigen. Der Ertrag des Steuerrückbehalts fällt zu 75% an das Steuersitzland des Kunden, die restlichen 25% bleiben in der Schweiz als Entgelt für ihre Aufwendungen. Auf ausdrückliche Anweisung des Zinsempfängers kann der Steuerrückbehalt alternativ durch eine Meldung der Zinszahlung an den Fiskus des Wohnsitzstaates ersetzt werden.

Die Schweiz wird den Automatischen Informationsaustausches (AIA) mit dem Ausland nach dem globalen Common Reporting Standard (CRS) der OECD per 2017 umsetzen. Dieser wurde vollständig in das neue Abkommen aufgenommen. Bisher haben sich rund 100 Länder, darunter alle wichtigen Finanzplätze, zur Übernahme dieses globalen Standards bekannt. Das AIA-Abkommen sieht ausserdem den Informationsaustausch auf Ersuchen gemäss geltendem OECD-Standard (nach Art. 26 des OECD-Musterabkommens zur Vermeidung der Doppelbesteuerung) vor. Wie beim Zinsbesteuerungsabkommen ist auch im AIA-Abkommen eine Quellensteuerbefreiung von grenzüberschreitenden Zahlungen von Dividenden, Zinsen und Lizenzgebühren zwischen verbundenen Unternehmen weiterhin vorgesehen. Dies liegt im Interesse des Schweizer Wirtschaftsstandorts. Mit dem AIA-Abkommen erheben Schweizer Finanzinstitute steuerrelevante Daten von Kunden aus dem EU-Raum und übermitteln diese an die Steuerbehörden der jeweiligen Mitgliedstaaten. Die Schweiz erhält von den Finanzinstituten im EU-Raum ebenfalls steuerrelevante Daten über Konten von Schweizern in der EU, da das Abkommen auf Gegenseitigkeit beruht.

Somit werden Schweizer Banken erstmals im Jahr 2017 Daten über Bankkonten und Wertschriftendepots von Steuerpflichtigen, die in AIA-Partnerstaaten domiziliert sind, sammeln und diese im Jahr 2018 an die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) übermitteln. Damit setzt der Automatische Informationsaustausch ein Jahr später ein als in den EU-Staaten (ausgenommen Österreich) und Liechtenstein: diese sammeln die Daten erstmals per Stichtag 31.12.2016 und starten die Meldungen in 2017. Die ESTV ihrerseits tauscht die Informationen anschliessend mit den zuständigen Steuerbehörden der Partnerstaaten aus. Die Schweiz und die EU haben am 27.05.2015 ein Abkommen zur Einführung des Automatischen Informationsaustausches (AIA) – Tax Information Exchange Agreement (TIEA) – unterschrieben. Ein zu dem Stichtag 31.12.2017 unterhaltenes Konto eines deutschen Steuerbürgers wird also ab 2018 den deutschen Finanzbehörden offenkundig.

Bedeutung

Das Zinsbesteuerungsabkommen leistet einen Beitrag zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden Steuerhinterziehung. Der Bruttoertrag aus dem Steuerrückbehalt für das Steuerjahr 2015 betrug CHF 169,3 Mio.. Davon gingen CHF 127 Mio. an die betroffenen EU-Staaten und CHF 42,3 Mio. blieben in der Schweiz (Anteil des Bundes: CHF 38,1 Mio., Anteil der Kantone: CHF 4,2 Mio.). Im Jahr 2015 wurde ausserdem rund 328‘000 Mal von der Möglichkeit einer freiwilligen

Meldung an den Wohnsitzstaat des Zinsempfängers Gebrauch gemacht.

Die Schweiz hat sich im Rahmen der OECD an der Ausarbeitung des internationalen Standards in Steuerfragen beteiligt, der im Juli 2014 verabschiedet wurde. Mit dem AIA-Abkommen soll dieser nun in das bilaterale Verhältnis überführt werden. Mit der vorgesehenen Umsetzung des globalen AIA-Standards leisten die Schweiz und die EU einen wichtigen Beitrag zur Verhinderung von Steuerhinterziehung. Dies reiht sich ein in die Finanzmarktpolitik des Bundesrats, welche auf eine international konforme Besteuerung setzt. Die Aufhebung der Quellenbesteuerung auf Zahlungen von Dividenden, Zinsen und Lizenzgebühren zwischen verbundenen Unternehmen in der Schweiz und den EU-Mitgliedstaaten – welche im Zinsbesteuerungsabkommen wie auch im unterzeichneten AIA-Abkommen vorgesehen ist – erhöht die Attraktivität der Schweiz für international tätige Unternehmen.

Nachrichtenlose Vermögen

Bankgeschäftsbeziehungen sind auf Dauer ausgelegt und können sich über sehr lange Zeiträume erstrecken. Es kommt immer wieder vor, dass Banken den Kontakt zu einem Kunden verlieren. Schon heute ist in der Schweiz exakt geregelt, wie die Banken dann vorgehen müssen und was mit dem Vermögen passiert. Ausserdem gibt es für Kunden und Anspruchsberechtigte die Möglichkeit der Suche nach nachrichtenlosen Vermögen über den Bankenombudsman. Seit Januar 2015 besteht eine neue gesetzliche Regelung, nach der die Banken Vermögen, bei denen der letzte Kundenkontakt 60 Jahre oder weiter zurück liegt, auf einer Internetseite publizieren und die Gelder nach einem weiteren Jahr ohne Kontakt zum Kunden an den Staat abliefern werden.

Seit dem Inkrafttreten der neuen gesetzlichen Vorgaben zur Behandlung nachrichtenloser Vermögenswerte Anfang 2015 müssen Schweizer Banken Vermögen, die seit mindestens 60 Jahren kontaktlos sind und deren Wert 500 Schweizer Franken übersteigt, auf www.dormantaccounts.ch publizieren. Mit dem heutigen Tag haben die Banken weitere Namen publiziert, bei denen sich seit 1956 kein Kontakt mehr zum Kunden herstellen lässt. Es wurden rund 300 neue Namen publiziert; damit verbunden sind Vermögenswerte im Umfang von zirka 8 Mio. Schweizer Franken (Schätzung der Schweizerischen Bankiervereinigung per Mitte November 2016).

Personen, die die Existenz von Vermögenswerten in der Schweiz vermuten, müssen nicht bis zur Publikation nach 60 Jahren warten. Eine Suche ist jederzeit über den Schweizerischen Bankenombudsman möglich. Dieser hat Zugang zu einer zentralen Datenbank, in der alle kontakt- und nachrichtenlosen Vermögenswerte erfasst sind, das heisst sowohl die bereits publizierten als auch die noch nicht zur Publikation anstehenden. Zu beachten ist, dass auch für eine Suche durch den Bankenombudsman Dokumente nötig sind, um die Berechtigung an den gesuchten Vermögenswerten zu belegen. Weitere Informationen sowie die notwendigen Formulare finden Kunden auf www.bankingombudsman.ch.  

Als deutscher Steuerfachanwalt in Hamburg und Zürich und als Spezialisten für Internationales, Deutsches und Schweizer Steuerrecht beraten wir Sie zu etwaigem Handlungsbedarf, der sich aus dem Automatischen Informationsaustausch (AIA) von Finanzkontodaten für Sie ergibt und dazu, welche Handlungsoptionen Sie haben.

Als Spezialisten für Internationales, Deutsches und Schweizer Steuerrecht beraten wir Sie auch zu etwaigen eigenen Meldepflichten nach dem Common Reporting Standard (CRS), etwa als Inhaber oder Verwaltungsrat von Gesellschaften – besonders Holding-Gesellschaften – oder von Stiftungen, Trust oder anderen Vermögensmassen. Auch übernehmen wir für Sie die Meldungen nach dem Common Reporting Standard (CRS), die sich infolge des Automatischen Informationsaustausches (AIA) für Sie ergeben.

Stiftungen

Stiftungen und Trusts, die in der Schweiz ein Konto unterhalten, sind unter Umständen verpflichtet, selbst Daten für den automatischen Informationsaustausch an die Finanzbehörden zu melden. Kommen die Stiftungen und Trusts den Meldepflichten nicht nach, können die für sie Handelnden sich gar einer Steuerhinterziehung oder wegen Steuerbetrugs strafbar machen.

In 2014 notierte die Zahl der gemeinnützigen Stiftungen in der Schweiz gemäss dem Schweizer Stiftungsreport mehr als 13’000. Deren Gesamtvermögen wird auf rund CHF 70 Mrd. geschätzt, die jährlichen Ausschüttungen auf CHF 1.5 Mrd. bis 2 Mrd.

Sachinvestments

Zudem bietet die Schweiz hervorragende Gelegenheiten zur Geldanlage nicht nur in Form von Bankdepots, sondern etwa durch Kunstgegenstände. Nicht nur Basel mit der weltgrössten Kunstmesse, der ArtBasel, sondern auch Zürich und Genf sind Handelsplätze für Kunst, die somit eine grosse Zahl von Kunstexperten und damit zusammenhängender Services bieten und Kunst auch sachgerecht verwahren. Das Zollfreilager Genf ist sodann im Verbund mit den dortigen Auktionshäusern einer der wichtigsten Kunsthandelsplätze der Welt. Die Zollfreilager bewahren die freie Handelbarkeit des Kunstwerks ohne Zollformalitäten. Anders als in Deutschland, Frankreich und Italien kennt die Schweiz keinen gesetzlichen Beschränkungen für den Handel mit legalen Kunstwerken, die letztlich deren Fungibilität und damit den Marktpreis mindern. Das Schweizer Kulturgütertransfergesetz sieht lediglich Nachweis- und Sorgfaltspflichten vor.

Weil das Geschäft der Banken mit unversteuerten Vermögen immer stärker eingeschränkt wurde, werden Vermögen vermehrt in sogenannten Zollfreilagern gebunkert (“Tages-Anzeiger” vom 21.12.2013). So können Waren ohne Kapitalbindung zeitlich unbefristet gelagert werden. Nach einer Revision des Geldwäschereigesetzes gemäss Empfehlungen der Groupe d’action financière (FAFT) werden Zahlungen, die den Betrag von 100’000 Franken übersteigen, zwingend über einen dem Geldwäschereigesetz unterstellten Finanzintermediär abgewickelt werden. Damit wird auch der Handel mit anderen Wertgegenständen wie Gemälden, Schmuck oder anderen Kunstgegenständen erfasst, soweit dieser in der Schweiz stattfindet.

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