Vermögensverwaltung in der Schweiz

Vermögensverwaltung in der Schweiz

Was erfährt Ihr Finanzamt über Ihre Vermögenswerte in der Schweiz?

Die Vermögensverwaltung hat in der Schweiz eine lange Tradition und zeichnet sich durch ein ausserordentliches Fachwissen, ein gutes Informations- und Kommunikationsnetz sowie eine breite Palette an Dienstleistungen aus. Die Geschichte der Schweizer Vermögensverwaltung ist primär durch das Private Banking-Geschäft geprägt. Doch lohnt sie auch heutzutage für deutsche Steuerpflichtige? Schützt sie vor Inflation? Und schirmt sie gegen eine künftige deutsche Vermögensteuer ab?

Die reine Geldauflage auf einem Schweizer Bankdepot ist nicht geeignet, eine künftige deutsche Vermögensteuer abzuschirmen. Vielmehr liefern die Schweizer Banken den deutschen Finanzämtern im Rahmen des Informationsaustausches für Finanzkontodaten jedes Jahr die Daten der Kontoinhaber mit Domizil Deutschland nebst dem Stand der Konti per Jahresende.

Gegen drohende Inflation vermag eine Geldanlage in Schweizer Franken hingegen schützen. Alles deutet darauf hin, dass der Schweizer Franken sich stabiler als der Euro zeigen wird. Durch eine divergierende Entwicklung der Währungen zueinander ist eine Art von Arbitrage möglich, mit der sich ein Steuervorteil generieren lässt.

Geldanlage in der Schweiz

Die Argumente für eine Geldanlage in der Schweiz sind die traditionelle Sicherheit des Bankplatzes Schweiz. Unter dem Schutz des Bankgeheimnisses hat die Schweiz als renommierter Bankplatz mit den weltgrössten Vermögensverwaltern Jahrzehnte lang Schwarzgeld einen sicheren Hafen geboten.

Diese Zeiten gehören aber der Vergangenheit an. Das Bankgeheimnis ist für Kunden aus dem europäischen Ausland weitgehend passé. Indem die Schweiz einen weitreichenden und ab 2017 automatischen Informationsaustausch mit den EU-Staaten vereinbart hat, sind dort unterhaltene Bankkonten für die Finanzbehörden in den EU-Staaten transparent.

oecd-01-steuer-informationsaustausch

Seit 2018 tauschen die Schweiz und die EU-Staaten Kontodaten untereinander im Rahmen des automatischen Informationaustausches für Steuersachen (AIA) aus

Darüberhinaus bildet Art. 27 des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Deutschland und der Schweiz die Grundlage für gegenseitige Auskunftsersuchen und gegenseitige Amtshilfe der Steuerbehörden.

Sachinvestments

Nachdem das Geschäft der Banken mit unversteuerten Vermögen immer stärker eingeschränkt wurde, werden Vermögen vermehrt in sogenannten Zollfreilagern gebunkert («Tages-Anzeiger» vom 21.12.2013). So können Waren ohne Kapitalbindung zeitlich unbefristet gelagert werden.

In der Schweiz bieten sich seit jeher hervorragende Gelegenheiten zur Geldanlage nicht nur in Form von Bankdepots, sondern etwa durch Kunstgegenstände. Nicht nur Basel mit der weltgrössten Kunstmesse, der ArtBasel, sondern auch Zürich und Genf sind Handelsplätze für Kunst, die somit eine grosse Zahl von Kunstexperten und damit zusammenhängender Services bieten und Kunst auch sachgerecht verwahren. Das Zollfreilager Genf ist sodann im Verbund mit den dortigen Auktionshäusern einer der wichtigsten Kunsthandelsplätze der Welt. Die Zollfreilager bewahren die freie Handelbarkeit des Kunstwerks ohne Zollformalitäten. Anders als in Deutschland, Frankreich und Italien kennt die Schweiz keinen gesetzlichen Beschränkungen für den Handel mit legalen Kunstwerken, die letztlich deren Fungibilität und damit den Marktpreis mindern. Das Schweizer Kulturgütertransfergesetz sieht lediglich Nachweis- und Sorgfaltspflichten vor.

Erfahren Sie, wie Sie durch Investments in der Schweiz Ihr Vermögen sichern

Sie suchen nach Investment-Opportunitäten in der Schweiz, um sich vor einer künftigen deutschen Vermögensteuer und vor Inflation zu schützen? Dieses und noch mehr Asset Protection unter nicht -steuerlichen Gesichtspunkten kann eine Investment in der Schweiz bieten.

Während die reine Geldanlage und einfache Formen der Vermögensverwaltung nicht vor einer kommenden deutschen Vermögensteuer schützen, können betriebliche Engagements vor deutscher Vermögensteuer abschirmen. Es darf sich dabei nicht um Briefkastenfirmen handeln.

Ohne betriebliche Engagements können Versicherungslösungen einen gewissen Schutz vor Vermögensteuer bieten: Wer sein Geld in eine kapitalgebundene Rentenversicherung einzahlt, hat zunächst nur einen künftigen Anspruch. Die Bewertung für Zwecke der Vermögensteuer erfolgt während der Laufzeit zum niedrigen Rückkaufwert.

Ist eine steueroptimale Vermögensverwaltung durch Schweizer Holding möglich?

Die Schweiz ist bekannt für Holdings. Das liegt an der Rechtslage vor 2020 mit dem Holdingsprivileg, das die meisten Kantone gewährten: Gewinne aus dem Ausland erhielten eine privilegiert niedrige Besteuerung beziehungseise Steuerfreiheit. Das fand in 2020 unter internationalem Druck ein Ende. Dennoch können Holdings in der Schweiz für bestimmte Konstellationen geeignet sein zur steueroptimalen Vermögensanlage.

Für eine effiziente Beratung teilen Sie uns bitte konkrete Pläne mit. Überdies ist zur steuerlichen Beurteilung unerlässlich, Ihre steuerliche Gesamtsituation zu kennen. Daher benötigen wir Angaben von Ihnen zu

Bitte beachten Sie, dass wir lediglich Rechtsberatung und Steuerberatung erbringen und keine Anlageberatung. Ob sich Vermögensanlagen renitieren oder welche abstrakten Möglichkeiten der Vermögesnanlage es gibt, ist nicht Gegenstand unserer Beratung. Wir können Sie dazu beraten, wie verschiedene, konkrete Vermögensanlagen steuerlich zu beurteilen sind.